Ein Gastbeitrag von Gesa Bierwerth:

Prioritäten werden falsch gesetzt

Der Vorpommern Kurier berichtet am 4.5.2017, dass das Defizit der Stadt Anklam bis zum Jahr 2020 um gut zehn Millionen auf rund 27 Millionen Euro anwachsen könnte. Der Haushaltsplan 2017 sieht 600 000 Euro Planungskosten für das Ikareum vor.

Gleichzeitig erfährt der Nordkurier-Leser, dass die Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche, die vom ASB getragen werden, um die städtische Förderung bangen. Bei den Kopiergeräten und der Anzahl der für den Unterricht angefertigten Arbeitsblätter in den städtischen Schulen soll nun genauer hingesehen werden, um möglicherweise ein paar Hundert Euro einzusparen (VK vom 2.5.2017).

Die Prioritäten sind völlig falsch gesetzt. Wie kann man auf ein Defizit von 27 Millionen Euro zusteuern und dabei vehement an Plänen für das Ikareum festhalten? Das Museumsprojekt birgt gute Ansätze, ist jedoch in seiner derzeitigen Form überdimensioniert für die Kleinstadt Anklam. Es stellt sowohl in Planung, Ausführung und Unterhaltung eine Kostenfalle in Millionenhöhe dar. Bürgermeister Michael Galander möchte sich ein Denkmal setzen und vergisst dabei die Bürger und ihre alltäglichen Bedürfnisse. Es darf nicht beim Anklamer Nachwuchs gespart werden, weder in den Schulen, noch in der betreuten Freizeitgestaltung. Bestehende, funktionierende Einrichtungen müssen erhalten werden, ebenso wie die vielen Vereine in Anklam bestmöglich unterstützt werden müssen.

Gesa Bierwerth, Anklam

Stephan Grabow
Eingestellt von Stephan Grabow
Schatzmeister
Alternative für Deutschland
Kreisverband Vorpommern – Greifswald